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Polynesische Paradiese
Links und rechts der Datumsgrenze
Fidschi, Tonga und Samoa
Tonga, Fidschi und West-Samoa gelten als das Tor zur Südsee. Auf diesen Inselgruppen zwischen Melanesien und Polynesien reibt sich die traditionsreiche polynesische Kultur mit dem globalen Völkergemisch, das in den grösseren Orten das heutige Leben prägt.
Auf Fidschi werden Sie Vertreter aller grossen Weltkulturen antreffen. Der erste Staat westlich der Datumsgrenze weiss um seine Einmaligkeit. Entsprechend rühmt sich die Insel, «die erste Zeitung des dritten Jahrtausends» herausgegeben zu haben. Von der brodelnden Hauptstadt Viti Levu fliegen wir mit dem Heli gleich weiter ins Hochland, wo die Zeit stillsteht, seit westliche Entdecker den Traumschlaf der Südsee zu stören begannen. Auch manche der kleinen Inseln träumen wie eh und je. Wie sie heissen? Nicht weitersagen.
Die Lagune, das Flüstern des Windes in den Palmen und die Gastfreundschaft der Bewohner bleiben Ihnen allein vorbehalten. Und falls Sie jemand auf Fidschi zum Kava Trinken einlädt: Lieber als an den Geschmack werden Sie sich an die Wirkung erinnern.
In Nuku’alofa heisst Sie das einzige Königreich der Südsee willkommen. Die schönsten der 170 Inseln von Tonga sind wohl Vava’u und Ha’apai. Sie baden in den historischen Gewässern der Meuterei auf der Bounty und wohnen nur ein paar Schritte entfernt vom Steilabfall des fast 11000 Meter tiefen Tongagraben mit seiner einmaligen Meeresfauna. Ob Sie den Mangel an Hektik verschmerzen?
West-Samoa gilt als das unverfälschteste Refugium der polynesischen Kultur und Lebensfreude. Der grösste Teil der Bevölkerung lebt in Familiengemeinschaften (Aiga) auf den beiden Hauptinseln Upolu und Savai’i. Wie eh und je, fast unglaublich zeitlos und menschlich. Spätestens hier zeigt Pacific Society, was Gesellschaft im Pazifik bedeutet. Auf Savai’i wohnen Sie in einem unvergesslich typisch samoanischen Gästebungalow, keine Bootslänge vom Strand entfernt. Auf Upolu erwartet Sie ein spriessendes Weltkulturerbe mitten im Meer. Wer weiss, vielleicht bleiben Sie hängen, wie einst der Dichter Robert Louis Stevenson (‹Die Schatzinsel›), dessen Museum wir selbstverständlich besuchen. – Tattoo gefällig? Samoa ist die Gelegenheit. Falls es ein bisschen weh tut: Der Abschiedsschmerz ist schlimmer.
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